Philip Morris
Weder Pathophysiologisch Noch Epidemiologisch La T Sich Passivrauchen Als Kausaler Koronarer Risikofaktor Belegen
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- Thiery, J.
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- Institut Fur Klinische Chemie
- Ludwig Maximilians Universitat Munchen
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- Institut Fur Klinische Chemie
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- 05 Jun 1998
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Weder pathophysiologisch noch epidemiologisch laBt sich
Passivrauchen als kausaler koronarer Risikofaktor belegen
J. Thiery
Institut fur Klinische Chemie, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen
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Dr. med. Joachim Thiery ar-
beitet am Institut fur Kjihi-
sche Chemie des Klinikums
Grol3hadern der Ludwi~-
Maximilians-Universitat in
Munchen. Vor seiner Mun-
chener Zeit war er gemein-
sam mit Prof. Seidel an der
Gottinger Universitatsklinik
an epidemiologischen Pro-
jekten in Deutschland und
China sowie an der Entwick-
lung und ersten klinischen
Anwendung eines extrakor-
poralen Verfahrens zur LDL-Elimination aus dem Plasma ko-
ronarkranker Patienten beteiligt.
Frage: Insgesamt sind in der Vergangenheit mehrere 100 Fak-
toren verddchtigt oder beschuldigt worden, an der Pathogene-
se kardiovaskuldrer Erkrankungen kausal beteiligt oder mit-
beteiligt zu sein. Einer von ihnen ist seit Beginn der 80er Jahre
auch das Passivrauchen. Konnen Sie uns bitte zunachst einen
Uberblick iiber die pathobiochemischen Zusammenhange in
der Atherogenese geben?
Thiezy: Die koronare Herzerkrankung stellt unverdndert die
Haupttodesursache in der westlichen Welt dar - in den mei-
sten Landern seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit stei-
gender Tendenz. Als Hauptfaktor ist inzwischen zweifelsfrei
die Erhohung der Blutfette, insbesondere die Erhohung des
LDL-Cholesterins, identifiziert. Die Fettstoffwechselstorung
kann durch zusdtzliche Faktoren wie Bluthochdruck, Zucker-
krankheit und Nikotin in ihrer schadioenden Wirkung auf die
GefaBwand erheblich verstarkt werden. Die zusdtzlichen Risi-
kofaktoren wirken sich besonders bei nur mittelgradig erhoh-
tem Cholesterin (d. h. bei einem LDL zwischen 120 und 190
mg/dl) risikoverstdrkend aus, wahrend eine schwere Fett-
stoffwechselstorung durch weitere Faktoren in ihrer zur Athe-
rosklerose fuhrenden Wirkung kaum weiter verschlechtert
werden kann. Dies wird durch unsere eigene Gottinger Lang-
zeitbeobachtung an 6.500 Industriearbeitern (G. R. I. P. S. _
Gottinger Risiko-Inzidenz- und Pravale nz-S tud ie) sowie
durch vergleichbare epidemiologische Langzeitstudien uber-
einstimmend belegt.
Doch zu Ihrer konkreten Frage nach dem Pathomechanismus
der Atherosklerose: Eine durch LDL hervorgerufene Storung
des Gefal3wandendothels zieht eine Aktivierung zelluldrer
Faktoren aus dem Blut und der Gef'aBwand nach sich; es
Off. Gesundh.-Wes. 53 (1991) 170-172 Sonderheft 2
© GeorgThieme VerlagStuttgartNewYork
kommt zur Anhaftung von Monozyten, die sich unter Aufnah-
me von Cholesterin rasch in Makrophagen umwandeln und in
Pathomechanismus der
Atherosklerose verlauft von
erhohtem LDL-Cholesterin
biszum Infark-t
die GefaBwand eindringen. Gleichzeitig erfolgt eine Anlage-
rung von Thrombozyten, die - ebenso wie die Monozyten -
Wachstumsfaktoren freisetzen. Diese Vorgange fuhren zu ei-
nem Einsprossen glatter Muskelzellen aus der mittleren
Schicht der GefaBwand in die Intimregion. Monozytdre Ma-
krophagen und glatte Muskelzellen sind nun in der Lage, gro-
Be Mengen an cholesterinreichen Lipoproteinen (Fett-Ei-
weiB-Verbindungen) zu speichern; die Zellen wachsen zu
Schaumzellen heran und gehen zugrunde. In spateren Stadien
kommt es in diesen Ldsionen zu Bindegewebsvermehrung,
Verkalkungen sowie Einblutungen. Auf dem Boden eines sol-
chen GefaBschadens kann es jetzt durch Faktoren des zirkulie-
renden Blutes leicht zu Thrombusbildungen kommen, die bei
einer kritischen Verengung des BlutgefaBes bzw. einem volli-
gen VerschluB zur Sauerstoff-Unterversorgung bzw. zum In-
farkt des hinter dem EngpaB bzw. hinter dem VerschluB lie-
genden Organgewebesfuhren.
Frage: Die von Ihnen beschriebenen zelluldren Vorgange sind
ja weit mehr als eine Hypothese, sie sind elektronenmikrosko-
pisch eindrucksvoll darstellbar und durch eine Vielzahl von
experimentellen Studien in vivo und in vitro belegt. In welcher
Weise konnte Passivrauchen in diesen komplexen humoralen
und zellularen Reaktionsmechanismus eingreifen?
Thiery: Um in diesem Zusammenhang eine Aussage uber die
mogliche Rolle des Passivrauchens zu formulieren, sollte man
zumindest ansatzweise eine Vorstellung uber den Angriffs-
punkt oder mogliche Verstarkermechanismen in dieser Kau-
salkette der Atherosklerose haben. Das ist jedoch bisher nicht
der Fall, es sind bisher keine auf den Menschen iibertragba-
ren, experimentell gewonnenen Erkenntnisse uber einen mog-
lichen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und korona-
rer Herzerkrankung verfiigbar.
Frage: Ein gut belegter rheologischer Faktor, der atheroskle-
rotische Prozesse zu potenzieren scheint, ist das Fibrinogen,
dessen Konzentration eng mit der Zahl gerauchter Zigaretten
korreliert. Liegt hier ein moglicher Ansatzpunkt?
Thiery: Das ist ein dosisabhangiger Zusammenhang, der sich
nur fiir den Aktivraucher nachweisen laBt. Wird der Raucher
2t154.c35$54

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Fihrinogenerhohung
gilt dosisubadngig
nurfiirRuucher
zum Tcx-Raucher, verliert sich die Beziehung zwischen dem
Faktor Rauchen und dem potenzierenden Faktor Fibrinogen-
-rhohung sehr schnell.
Frage: Bleibt also gegenwartig nur die Epidemiologie, um sich
;inem moglichen Zusammenhang zwischen Passivrauchen
und koronarer Herzerkrankung zu nahern?
TJziery: Wir sind auf sorgfaltig erhobene epidemiologische
Untersuchungen zur Inzidenz der KHK bei Nichtrauchern im
Sinne von Nierauchern und bei Passivrauchern angewiesen,
wenn wir einem postulierten Zusammenhang zwischen Pas-
sivrauchen und koronarer Herzkrankheit nachgehen wollen.
Allerdings muB bezweifelt werden, ob epidemiologische Me-
thoden fur diesen speziellen Fall empfindlich genug sind, urn
einen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und KHK, so-
fern ein solcher iiberhaupt existieren sollte, eindeutig heraus-
zuarbeiten und ihn gegenuber dem EinfluB dominierender Ri-
Es muf3 bezweifelt werden,
ob epidemiologische Methoden
empfindlichgenugsind
sikofaktoren wie der Hypercholesterinamie und der Hyperto-
nie abzugrenzen. Wenn eine kausale Beziehung zwischen ei-
nem Risikofaktor und einer Erkrankung als gesichert gelten
soll, mussen vier Bedingungen erfullt sein: 1. muB diese Bezie-
hung aus verschiedenen Bevolkerungsstudien ubereinstim-
mend hervorgehen, 2. muB sowohl experimentell als auch epi-
derniologisch eine Dosisabhdngigkeit vorliegen, 3. muB ein
plausibler pathogenetischer Mechanismus erwiesen sein oder
zumindest vermutet werden. Und schlieBlich muB die Bezie-
hung 4. dadurch erhartet sein, daB man durch Intervention,
d. h. durch Korrektur des Faktors, die Erkrankungsinzidenz
verringern kann. Diese vier Bedingungen sind bislang aus-
SchlieBlich fiir die Lipidhypothese zur Pathogenese der Athe-
rosklerose erfiillt.
Frage: Und wie stellen sich die vorliegenden epidemiologi-
schen Studien zum Passivrauchen dar, wenn man sie an der
Latte dieser Bedingungen mi6t?
Thiery: Sie weisen ganz erhebliche Mangel sowohl in ihrer An-
lage als auch in Ihrer Durchfiihrung auf, so daB ihre Ergebnis-
se bestenfalls unter Vorbehalt zu bewerten sind. Die Studien
enthalten keine oder kaum nachvollziehbare und schon gar
nicht nachpriifbare Angaben zur tatsachlichen Passivrauchex-
position. Bei den als Passivrauchern eingestuften Probanden
wurde ein aktiver Tabakkonsum nicht sicher ausgeschlossen.
Mir scheint es methodisch fast unmoglich, exakt zwischen
Nichtrauchern und Passivrauchern zu differenzieren. Aber
genau auf dieser Unterscheidung bauen alle epidemiologi-
schen Studien zum Thema Passivrauchen auf. Hier steckt ein
ganz groBes Problem, das diese Studien mit einem im Grunde
nicht tolerierbaren MaB an Unsicherheit belastet. Das zweite
groBe Problem dieser Untersuchungen besteht darin, daB die
Definition der kardialen Endpunkte haufig sehr schwach und
unexakt ist und daB in fast allen Studien der tatsachlich kausa-
le Faktor, namlich das LDL-Cholesterin, bei der statistischen
Auswertung vollig unberiicksichtigt geblieben ist.
Frage: Das entzieht einer ernsthaften Diskussion ja schon fast
den Boden. Lassen Sie uns dennoch versuchen, die wichtig-
sten epiderniologischen Studien zum Thema Passivrauchen
und KHK kritisch zu beleuchten. Am Anfang steht da ja wohl
die Hirayama-Studie.
Thiery: 1981 publizierte Hirayamu eine Auswertung von 406
Todesfallen in einem Zeitraum von 13-15 Jahren bei insge-
Ein erhohtes KHK-Risiko
fand sich erstaunlicherweise
erst in einer Zweitauswertung
samt mehr als 90.000 untersuchten Ehefrauen, deren Manner
nach einer einmaligen Aussage der Frauen entweder Raucher
oder Nichtraucher waren. Hinsichtlich der Inzidenz des
KHK-Todes fand sich kein zwischen den beiden Gruppen un-
terschiedliches Risiko. 3 Jahre spater beschrieb derselbe Au-
tor in einer Zweitauswertung an der gleichen Gruppe und auf
der Basis von nur 88 zusdtzlichen Todesfallen ein jetzt stati-
stisch signifikant urn den Faktor 1,1 erhohtes Risiko bei Frau-
en von Ex-Rauchern und von aktiven Rauchern mit einem
Konsurri bis zu 16 Zigaretten pro Tag. Fur Frauen starkerer
Raucher fand Hirayama in seiner Zweitauswertung ein
1,3fach erhohtes Risiko, jeweils im Vergleich zu nichtexpo-
nierten Frauen. Die widerspruchliche und unplausible Veran-
derung des Resultats in nur 3 Jahren und zahlreiche allgemei-
ne Mdngel der Studie lassen die Aussage zurnindest fragwur-
dig erscheinen.
Frage: Tragen die ubrigen Studien mehr zur Aufhellung bei?
Thiezy: Gilles beispielsweise fand unerklarte und rnoglicher-
weise unerklarbare Unterschiede zwischen passivrauchenden
Verzicht auf statistische
Signifikanzberechnung
Mannern und Frauen, die jedoch so marginal waren und auf
so geringen absoluten Fallzahlen beruhten, daB auf eine stati-
stische Signifikanzberechnung verzichtet wurde. In einer Be-
obachtung uber 10 Jahre prufte die Arbeitsgruppe um Garland
das Risiko fiir einen koronaren Herztod an 695 Frauen, die in
Abhangigkeit vom Rauchverhalten des Ehemannes eingeteilt
wurden. An dieser Untersuchung ist auffallend, daB Frauen
von Ex-Rauchern ein hoheres koronares Risiko haben sollen
als Frauen von Rauchern. Dies vertragt sich kaum mit belegten
epidemiologischen Befunden, nach denen das koronare Risi-
ko der Raucher relativ rasch auf das Niveau von Nie-Rau-
chern zuruckgeht, wenn die Raucher zu Ex-Rauchern werden.
Fur eine Bewertung der Garland-Studie fehlt eine pathophy-
siologische Erklarung, so daB der Verdacht auf Fehlklassifi-
zierungen der Gruppen naheliegt.
Frage: Wie ist es um die Studie von Lee bestellt und um den
Teilaspekt, den Svendson aus den Daten der MRFIT-Studie
erarbeitet hat?
Thiery: In der retrospektiven Fall-Kontroll-Studie von Lee
konnte kein Zusammenhang zwischen Passivrauchen und ko-
ronaren bzw. zerebralen Gefal3erkrankungen nachgewiesen
Zu geringe Fallzahlen
und Confoundings
werden. Allerdings wurde auch in dieser Studie das Rauchver-
halten der Ehepartner nur indirekt erhoben und eine fragwiir-

132 Of. Gesundh.-4i/es. 53 (1991)
dige Selbsteinschatzung des Passivrauchens zugrunde gelegt.
Svendson fand in einem Beobachtungszeitraum von 6-8 Jah-
ren bei Passivrauchexponierten ein 1,6fach hoheres Risiko fiir
KHK-Neuerkrankungen und ein 2,2fach hoheres Risiko fiir
KHK-Todesfalle. Das wirkt auf den ersten Blick eindrucks-
voll, ist jedoch wegen zu geringer Fallzahlen ohne statistische
Signifikanz. AuBerdem enthalt diese Studie eine Unzahl denk-
barer Confounding-Faktoren, welche die Aussage uber die
Rolle des Passivrauchens erheblich beeinflussen konnen.
Frage: Nun haben sich ja in den letzten Jahren und Jahrzehn-
ten die Rauchgewohnheiten recht deutlich geandert: Es rau-
chen immer weniger Manner und immer mehr Frauen. Wenn
Verdnderte
Rauchgewohnheiten
man diese in den Studien nicht erfaBten Veranderungen em-
mal fur einen realistischen Anteil der Probanden unterstellt,
wie wirkt sich das auf die Ergebnisse der Studien aus?
Thiery: Das ist ein interessanter Aspekt, der meines Wissens
bisher nicht untersucht worden ist und das Thema Fehlklassi-
fikation betrifft. Wenn man einmai unterstellt, daB in einem
10jahrigen Untersuchungszeitraum 10% der Manner von
Rauchern zu Ex-Rauchern wurden und 10 % der Frauen von
Nichtraucherinnen zu Raucherinnen, dann kann man sich
leicht vorstellen, daB die errechneten minimalen Erhohungen
des dem Passivrauchen angelasteten relativen Risikos in sich
zusammenbrechen wie ein Kartenhaus.
Frage: Wie lautet Ihr Resumee, wenn Sie alle diskutierten epi-
demiologischen Studien kritisch zusammenfassen?
Thiery: Die aus diesen Studien abzuleitende koronare Risiko-
steigerung durch Passivrauchen kann aufgrund der geringen
Qualitat und Quantitat der verfugbaren Daten sowie der In-
konsistenz der Resultate in keiner Weise als gesichert gelten.
Erhohtes koronares
Risiko nichtgesichert
Wir haben bisher iiber eine Steigerung des relativen Risikos
von 1,0 auf Werte zwischen 1,1 und 1,3 gesprochen; wenn ich
noch einmal an den Beginn unseres Gesprachs zuruckkehren
darf, so mussen wir einfach sehen, daB ein Hypercholesterina-
miker nach iibereinstimmenden prospektiven Studien ein 5-
bis 7fach hoheres Risiko aufweist als ein Normocholesterina-
miker.
J. Thiery
Frage: Also hilft bis heute die Epidemiologie nicht weiter,
moglicherweise sind ja auch ihre Methoden in diesem speziel-
len Fall nicht empfindlich genug. Lassen Sie uns daher noch
einmal zur Pathophysiologie zuruckkehren und fragen, ob
sich hier moglicherweise Hinweise auf einen EinfluB des Pas-
sivrauchens auf die Atherogenese ergeben?
Thiery: Beim Aktivrauchen besteht weitgehend Einverneh-
men daruber, daB neben dem Kohlenmonoxyd vor allem das
Nikotin, moglicherweise uber eine A_ktivierung des Fibrino-
Oxidationsvorgknge
konnten eine Rolle spielen
gens, fur die Entstehung der Atherosklerose bedeutsam ist.
Wir wissen aber, daB unter normalen Lebensbedingungen die
Blutspiegel des Passivrauchers fur Kohlenmonoxyd, Nikotin
und sein Abbauprodukt Kotinin nur unwesentlich von denen
eines Nichtexponierten abweichen, wohingegen Raucher ein
Mehrfaches dieser Konzentrationen aufweisen. Die Blut- und
Serumspiegel dieser Substanzen sind bei passivrauchenden
Personen bei weitem zu gering, als daB hier ein pathophysiolo-
gischer Bezug zur Atherogenese vermutet werden kann. Ein
heute vielleicht aktueller Versuchsansatz ware dagegen, im Se-
rum passivrauchender Personen das Vorkommen oxidierter
Lipoproteine oder die Oxidierbarkeit von Lipoproteinen zu
untersuchen. Neuere Befunde lassen vermuten, daB bei Aktiv-
rauchern Lipoproteine leichter oxidiert werden konnen und
sie als Folge besonders rasch von monozytaren Makrophagen
aufgenommen werden, die in der Atheroskleroseentstehung
eine entscheidende Rolle spielen.
Die verf'ugbaren Daten reichen
nicht aus, Passivrauchen
alsRisikofaktorzu belegen
Zusammenfassend laB-t sich sagen, daB die bisher verfugbaren
epidemiologischen und pathophysiologischen Daten in kei-
ner Weise ausreichen, um die Bedeutung des Passivrauchens
als Risikofaktor fiir Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bele-
gen. Nach dem heute bereits weit entwickelten Kenntnisstand
uber die Ursachen atherosklerotischer GefaBerkrankungen
IaBt sich jedoch mit Sicherheit sagen, daB eine Pravention der
Atherosklerose durch eine Umstellung unserer Ernahrungsge-
wohnheiten, eine Normalisierung des gestorten Fettstoff-
wechsels, eine Behandlung des Bluthochdrucks und nicht zu-
letzt durch eine Aufgabe des aktiven Rauchens erreicht wer-
den kann.
