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Philip Morris

Passivrauchen Als Lungenkrebs-Urache Bei Nichtraucherinnen

Date: 19830000/P
Length: 5 pages
2023382584-2023382588
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Author
Bohn, H.
Knoth, A.
Schmidt, F.
Characteristic
EXTR, EXTRA
FLGE, GERMAN LANGUAGE
Master ID
2023382094/2668

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Type
PSCI, PUBLICATION SCIENTIFIC
BIBL, BIBLIOGRAPHY
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N326
Litigation
Okag/Privilege Withdrawn
Okag/Produced
Author (Organization)
Forschungsstelle Fur Praventive Onkologi
Klinische Fakultat Mannheim Der Universu
Med Klin Prax
Area
PARRISH,STEVE/OFFICE
Date Loaded
24 May 1999
UCSF Legacy ID
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REFERENCES i srwerr.uw.l' .D- e d.: Creer Rs+ )T 1 ta77). )7111. I LD D_ r+ N.: The odlrewec .d w wr - a~ir.w.wi^rMw..f*e7~ J.ArrC.wl: ar fw+we.m Murwan. W+ (MAuw.. •.~1'~1.1.f'. N77. ) G.rl~wlrt:L:1.W[.C~riow M.(I1rM11.Uw1 J M.nurw+.7.:Mw wrJ1 1(1lt11.110 Cw+k. A.r4 af. i4•J Cl.w 7K 1 wrti.:! G IirM 14; [b.rA.Arn/wl :w1IP7v1::Lx 7 pve,h. F. I:.rvm 17.~ Iv771:.:~::. M IAww-A. F.: F."wo" M.J h f t~lvl. 1q:" seywJt, F:MrJlbw la{ 1v7V I IwJ 111.iwwruh. F.. M1ti11: Dewd ?911wt_ l. r7. 11. 1•KwJI. t'.: Ofk+U GIrM„ W... L )wl: L 1 4I 1:: fa+w.rh. F_ Dr.eA iUn A1wK21.+1! . 1!I TitM WnJr.rwti K'trArJan. WwIrY1d1 rwlfi/~r• H.1 Vr.ll~(I'MO1,M:. u Tn.wt.r.a..p..etal:bnatirerr.7tlwal.f 15 . L'1w~r K' T.. f)rMbcwrU.+LL.Rww.n M. L~wMdr.r TA.rwr. ywnjsn tvM: iA
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i : A. Ynoth, H. Bohn, F. Ahrttid't FoncAungsstelle fiirprovenrive On+tologie (Leiirer. Prof. Dr. F. Sdunidt),, Kli.rLxebe Fakulrat Mannheim der Univetsito"t Hei'de/berg Passivrauchen als Lungenkrebs- ursache bei Mchtraucherinnen Ztesotnrrtertfassung In einer StLdie an 792 Bronchial- harrireontpatiauen beiderld Ge- schlccStr aat dan Rawn Mann- heun-Ludwigshajen-Heidelberg wurden unter 59 Ltengenknbspa- tientinncn 39 Niduiauchainnen ge- fisndtn. 61.5% von ilenen hatten in ba"tasliclier Genseirsse/iafr mit Rar- eAern gelebt. Das ist wa/uzu das Dnei'Jacbe von deni, was arfgrund der Rattchgewolenlt eiten der Manner in den betreffenden .rlltersgrLppen zu erwartcn war. Da Hinweise auf beru,/licbe KanZerogcnezposition ebuarowenig ernunelt werden konn- arn wie erbliche Fakroncn, wird dat Pnui'vrauchen rr den Ilohen ilnteU j an Nichrrat.durinnen bei .Krerrn BrondyialkcrZinonlpctirntinnen alr die nsit Abstand na/uGegendrte Er- Wrwtg betrochtet, tumal der Anteil an Plattenepithel- und kleinZeUigcn Karzinomen, die a!s typische Rau- ekerkrebse gclren, mit 66,6°X. gegen- .iber 80% bei den Ranc/ierinnen nickt wesentllch nicdriger log. Als weitere Stiit;,e dieser /nrerpretation wird aujalrnlicbe Befunde in der Li- teratw hingrwiesen, die ditses Er- gebni.r keineswegs aLr t7berrascltenrl erscltcinen lauen. In einem vorangegangenen Beitrag (Med. Klin. Prax. 1/1963) waren wir in einer Studie an 792 Lungenkrebs- patienten der Frage nachgegangen, ob „L.eicharaudten" (Rauchen von Fil- terziQaretten) das Lungenkrebsrisiko vermindert, und hatten mindestens fiinf Indizien dafur gefunden, daB dies nicht der Fall ist. Dabei atielicn wir jedoch auf einen weiteren btdcutsa- men Befund, der eine n3ihcre Analysc erforderlich machte: Wahrend'97,396 der 733 tnitnnlichen Bronchialkarzi- nompatienten Raucher warcn, fandcn sich unter 59 Frauen mit Lungcnkrebs 39 Nichtraucherinnen, also ntchr als die Ha`lfte. Da wir Hinwcisc auf be- sondere berufliche Kanzcrogcnucpo- sition weder bei den Manncrn atit Lungenkrebs noch bci den Fraucn cr- tnitteln kottntcn -' 47,146 der Bron- ehialkarzinompatientinnen ubtcn als Hausfrauen uberhaupt kcinen Bcruf aus, 23.3?i, warcn in ungclcrntcn Bc- ruren titig und' 17.6% warcn Angc- stellte -, erg•rh sich die Fragc, wc{chc wcitcren Noxcn fuir dcn hcmmtkrx ha- hcn Antcil von Nichtrouchcrinncn in un..crcm wcihlichcn Paticntcngut in Fragc kamcn. Dall allgerneine Luft- vcrunreinigungcn alr Brl.nchiatkrcb.- ursw-hc allenfalls cir>< Nehcnrlsllc spictcn, hot im ubrigcn U'lmcr (1S1 wcbcn erncut in cincr wwgr'rltigcn Studic aus N'ordnccin-Wcstfalcn gc- arigi. Hincichtlich der Mcthaclik vcrwcincn wir auf unscrc friihcrc Publikation `S), Erbfaktorcn schicdcn schon alMin ~..el../l. •... .....:1 .1... -...-L.. w ......... A. KwnNr, H. llnkn. f ai[*ndJr: P.eriVr.wchew.(r Lrnxew4rdu- ars.cht lie+ NichuarWAtnnnrn Med: KGn. rrrr. 78 (/9RJ), N,. 2 des BronchiaDkarzinoms such bei Frauen eitie gravierende Anderung der erblichen Zusammensetzung in sahireichen L[ndern in den ktzten Jahrsehnten erfordern wurde. Auch dafur Iiegt kein Anhaiupunkt tror (12j. Im Hinblick auf die aufsehenerregen-. den Befunde von Hirayarna (4)1 und Trichopoulos et at. [I41 wandten wir deshalb unsere besondere Auftnerk- tiamkeit den Rauchgewohnheiten dec Ehegatten und anderer in hguslycher Gemeinschaft mit den nichtrauchen- den Lungenkrebspaticntinnen kben- der Angehoriger w. Schon 1979' verotfcntluchte Schmidt in der MEDIZINISCHEN KLINIK einc umfassende Ubersicht iiber Zwangs- rauchen und Krebs [9J. In diescr Obersichit stellte er unter andcrem mchr als 40 krcbscruugcndc Stoffc tabcllariach, zusammcn, die bishcr im Tabakrauch nachgewicsen wurdcn. Kanzerogengehait im Nebenstromrauch besonders hoch Die Mogiichkcit einer krebserzeugen- den Wirkung nicht nur des Aktiv-, sondern auch des Passivrauchcns Iktlt sich aus folgcndcn Gnlndcn mit wis- scn.,chaftlichcn Argumcntcn nicht mchr bcstn:iacn: .1. Dcr grwLitc Teil der crwahntcn ubcr 40 krch.craeugcndcn Stoffe '&-.% Tahakrauchcs Scht mit dcm N'chen- strnm in die tttngcbungauft, wu ihn twang+l5ufig auch der Pa.vxivrauchcr cinatmcn mu[t. Dcr Nihcnactn.mrauch unter.chcidet %if-h vom Hauptstrom- rauch, den der Rauchcr selhr.t hcim Zichcn an Jcr Zigarctte i'nhaticrt, nirht qualitativ, sundcrn kdiglich quantitativ. Dux Gcxundhcitsrisiko des Pa`.ivrruchcns stcht demnach in unmittcl'harer Bezichung zu den Ge- surulhclt.gcfJhren des Rauchens _..n..... c..~..... .-c,.. __......._.._ r-......_..
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. ten einkuchtend erklirt werden: Die Wohnriume in den japanischen Holz- hauschen, speziell' auf dem Land, sind bekanntlich schr klein und niedrig. Dutch ihr geringes Luftvolumen wcr- den hier bedenkliche Konzentrationen Itchon nach kurzer Zeit erreicht; in Ubereinstimmung damit war die Ge- fihrdung der nichtrauchenden Ehe- frauen auf dem Land besonders hoch. Die amerikanischen Wohnungen sind dagegen nicht nur geraumiger und die Zimmer im Durchschnitt groiier, son- dern auch in einem hohen Prozentsatz kiimatisiert. Durch die gro[ieren Woh- nungen hat zudem eine nichtrauchen- de Ehefrau in den USA, d'ie sich durch das Rauchen ihres Gatten zu stark be- losstigt fuhlt, neben der ohnehin ge- ringeren Tabakrauchkonzentratian auch noch eher die Moglichkeit. in an- derc Wohnraume auszuweichen. Nichtrauchende Bronchial- krebspatientinnen teben uberproportional haufig mit Rauchern zusammen Von den 39 nichtrauchenden Bron- ehialkarzinompaticntinnen un.crcr Studic hatten 6 1.3 % in hiiuslichcr Q',c- mcinxchaft mit Rauchcrn gelcbt. Das ist weit mchr. 21s autgrund dcc Antcih rauchentit:r M:inncr in den in Brtrarht kommentkn Altcr.g,ruplx:n zu crwar- tcn war. Die Angahen iiher dic Rauchgcwtrhn- heilen aammtcn aurfi hier von den Familienangchiirigin %rlhht. iin der RcgeL vom Ehemann. Da xic quasi in cigcnr:r Sachc gegchcn wurdrn. tlarf man annuhmcn, aatt dic.t: Angahen beaxntlurx zuvcrfasig.intl. Nach Ji:m ktztcn Miknta.cn.us d'c. Stati.tischcn Bundcsamtcs an zwei Millioncn f3undcshurgern 1131 rauch- ten 3ti,h?G% der M:inncr: Dcn Ilaupt- antcil stcllcn tlatki d'ic jungercn Itau- chrr in der AltcrsErupre von 2t)bi..tu Jahren. Im Alter von 50 bis 691ahren - der Altersgruppe, die vorzugsweise als Ehemanncr fur unsere Patientin- nen in Betracht kommt - rauchten so- gar nut noch 22.4 46 der Minner (61. Stellt man dies in Rechnung, Ik:bten von den nichtrauchenden Bronchial- karzinompatientinnen doppelt oder sogar d'reimal so viele mit Rauchern in Miuslicher Gemeinschaft, als gtati- stisch zu et varten war - eine bettter- kenswerte Parallele zu den Befunden von Hirayama [4J in Japan und Tri- chopoulos 1141 in Athen. Fur die Beteiligung des Passivrau- chens an der Krebsenutehung spricht in unscrer Studie auch, dat3 66.6% der Bronchialkarzinome bei den nichtrau- chcnden Ehefraucn Plattenepithel- und kfeinzclligc Karzinomc warcn; bci den Raucherinncn waren es mit K()46 nicht wescntlich mchr. Da - wic schon erwahnt - tx:ruflichc Kanzcrogcncz- position und Erbfaktorcn als Urw- chcn tur dus gchaufte Auftreten von Brninchialkrehs bei nichtrauchendcn Patientinncn ausschcidcn, dwrftc kaum zu Icu¢nen sein: Einc urs3chliche Beteitigung dcs Pa.c- sivrauehe:ns an den Bronehialkarzino- mcn der nichtrauchendcn Ehcfraucn auch un.ccrcr Studic ist die mit Ab- stand cinlcuchtcnd.tc ErklEirung. Gesundheitsschadlichkeit ausreichend iaewiesen An andcr.r Stcllc wurd'e von Schmidt nachgewiesen. datt das f'a..ivrauchcn - viillig unahhaing,ig von ciner cvcntu- rll krrh.rrrxug,rndun Wirkung - cin cchte% C'rcxundheit.risikn' alur%tcllt: 17. %. I11. I 11. Mit urn wt griittcrLm Tlach- druck muB dc.hafh der iihLr.pitrtcn Kritik an den Ergehni..rn ha.-,ttndrrn von Hliravama 1.31 cnagcg.cngctrctrn wordcn: Dii: Zigarcttcnindustric v4r- .uchic .A+gar durch gnnr.citig,c Anr.ei- 4cn in fuhrcndcn Tugcxzcitungt:n der fluntlesrcruhlik Q3cut.chland' diuk A An.Mh. lP lk.hn.,F'. _w-hrnwlf Prcarraw-hrn ~d. LrnxrnLrrh,.. rnw'hr Arr Nir4rruwArnnnrn Mrd: Ahn. /'rr.c 78 f lVX,t), Nr. 2 Befunde als unglaubwiirdig hinzustel- kn. Kronzeugen waren dabei aus- nahmslos Mi'tglieder des Forschungs- rates Rauchen und Gesundheit der2i'- prettenindustrie, der in den ktzten Jahren - ohne OCfenlegung - 20 Mil- 6onen DM an Forschungsmitteln ver teil'te, die von der Indutxrie zur Verfii- gung gestellt wurden. Auf die un- rii'hmliche Roile dieses ,.Forschungs- rates" ist einer von uns an andercr Sttlle 1101 im Detail eingegangen. Mit guten Grunden kann man dies als ei- nen nicht minder groGen Skandal be- zeichnen wie die Enthiillungen um dic „Neue Hcimat". Schon 1981 vcrab- schiedt:tc deshalb der Arztlichc Ar- beitskrei. Rauchcn und Gesundhcit auf seiner Jahreshauptvcrsammiung in Berlin dazu folgendc Rasnlution:. ..Dic Zigarcttcnindustrir miilhraucht den von ihr finanzicrtcn. sogChanntrn Fnrschung.rat Rauchcn und Gcsund- hcit mchr unJ' mchr dazu. die iiffrnth- chc Mcinung in der Fragc dcs Pa.aiv- rauchcnK zu manipulicrcn. Wie crhlik- ken dcshalb in der dirckttn For- schungsfardcrung zur Problcmatik dcs Rauchcns durch die 2itiarcttcnindu- stric und in fin•anzicllcn Zuwcndun- gcn. z. B. auch an mcdieinicchc Zt:it- schriftcn, unter UmSehung hcwahrtcr Foncchungscinrichtungcn wie der Dcutschcn FurschunE.gemcin.chaft. cinr crnsthafte Bedrohung der Frci- bcit der WisscnKhaft. die rint:r ge- tarntun Korruption hcJCnGlirh nahc- kommt. Wir fnnllrn dc.halh tlun Ilun- tk.wi.acn:.L:haftaminiacr •auf. al. Mi'- gung der Vrrwcn- nimttm rirx Offcnlcg dung dit-.cr Milliivncnhrtriigc zur .Ftir.chungs(i'vtlcrung' iihrr ofa. Rmu- chCn alur4h dic 'l.igarettcnintlustric .i= chcrzuacllcn. Ferner ia fiir alle Vcr- ii(fantlM'tungrn unahhiint;iger (nailu- tr zur Pruhkmatik ck. Rauchcn...h. durrti dic ZiEara:ttcninJu.tric grfiir- ikrt wurtl'cn, cin H'inwci% aut den Creld};ehu r'/.u ftrnlern'." Erfrt:ubicht:rwcicr tciltc liuncksfor- schunl!.miniacr von l)iihtn.•'dr:m ,\rit- sx
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. beitsschiiden, mit denen der „aktive" Raucher trechnen muB, machen es von vornherein hochst unwahrscheinlich, daB das Zwangsrauchen nur eine Be- : Izsujung sein sollte. Zwar inhalien der Passivraucher den Tabakrauch mehr oder weniger verdOnnt; die Be- deutung dieses Verdunnungsfaktors wird jedoch schon dadurch wesentlich relativiert, daB der Schadstoffgehalt des Nebenstromrauches gerade an Kanzerogenen viel hbher ist als der Gehalt im Hauptstrom, den nur der Raucher selbst einatmet. 2. fm Ticrexperiment ist die kanzero- gene Wirkung des Passivrauchens ein- deutig gesichen. Sogar im For- sehungsinstitut der Deutschcn Ziga- rettenindustrie selbst entwickelten et- wa 10% der verwendeten Goldham- saer Kehikopfkarzinome; nach ciner US-Studie waren es sogar 201~0. Die Lungentumorrate konnte in dispu- nierten Mausestammen durch P'sssiv- rauehen zum Teil bis auf 91 % gcytci- ~ gett werden (Ltteratur bet (9J). 3. Besondere B'eachtung vcrdienen in diesem Zusammenhang die mchr als ein Dutzend im Tabakrauch nachge- wiesenen Nitrosaminc sowohl in qua- litativer als auch in q;uantitativcr Hin- sicht. Ein I ppm (- pars per milliun) davon gilt bereits als potentiell kanze- rogen. Allc - mehr als 20 - bisher un- tersuchten Tierarten rcagicrten auf Nitrosaminc ausnahmslom mit Tumor- bildung. Wir miisscn dcshalb annch- mcn, da[3 Nitrosaminc auch bc:im ~ Mcnschen Krcbs crzcugcn. Von hescmderer BcJcutung ist wcit.:r- hin, dalS gcradc der Nitroaamingehalt im Tahakrauch zu hoch ist, dali' da. Rauchen als die wichtigste exngcnc Nitrcxaminquellc in unscrcr Umwclr ubcrhaupt =clten muB. Erschwcrend ffillt dabei ins Gcwicht, daB der Ni- trt>aamingrhalt im Ncbcnstrom nach Brunnemann et al. [1, 21 bis zu Sl.lma l bohcr ist als im Houptstrom,,dcn nur der Raucher selbst einatmet. Durch dicsc besonders stark erhohtc Nitrus- amittmenge imt Nebenstrom wird der Verdunnungseffekt so stark relati- vien, d'a6 - nach den gleichen Auto- ren - die Nitrosaminaufnahme von Passivrauchern in stark verqualmten Rfumen Werte erreichen kann, die dem Gehalt im Hauputrom von bis zu 30 Zigaretten stundlich entsprechcn! Der Nitrosamingehalt im Nebenstrom des Tabakrauches isf zum Beispiel mindestens tausendfach hoher als im Bier oder als itn Antinophenazon, ci- nem ansonsten bewahrten Medika- ment, das wegen winziger Nitrosamin- spuren aus dem Verkehr gezogen wur- de. oder auch •rl% die Hi>w-hstw,;rtc. die kiirziich in der Nitro+aminvcrordnung fur B•rbyschnuPler fcstgelegt wurdcn. Eine unschadliche Dosis gibt es ni~cht 4. Kanzcrogcnc unn:nchcidcn sich von andcrcn Giftcn durch ihrc ausge- pragtc Summatibnswirkunb. Die cin- zelnen Teflduzcn addicren sich his zu Cinem krit,ischcn Schwclknwcrt. dcs- ssn fJberschreitunb in dcr Regcl zur klinicchcn Manifcst•rtion des Krcbs.:s fuhn. Schon winzige Doscn - I mil- luonstel Gramnt rcicht dazu schon aus - hintarlasu:n demnach cinc irruversi- blc Vcr:indcrung in der ZclIc (- Tu- morkcimanl•rgc). Einc viillig unschud- 1'ichc Dr»is giht ctic dc.halb fiir krub.cr- zcugenJc Suiffc grundrrtr.lich uhcr- haupt nicht, wcilldic Miillichkcit nicht ausgcschlir.ccn werden kann. J!nLt die durch Pa..civrauchcn aufgcnummcnrn PartiaWwwn durch Summation mit unJbr.;n Kanzcrug,cnrn in un.crcr Untwett. Jcnen .ich kriner von nns ganz cntzichcn kann. d: •u.u fuhrcn, dati' der krcharnugcnde Schwclicnwcn. der w.nst zu Lcbzcitcn tkx Patiernen vitillcicht nieht erreicht wtwden warc. durch Vurvcrl'ubcrung ulkr.chrittcn und xmit der Krch% zu Lchuitcn kli- ni+ch manifest wird. Aus ehendicscm Grundc gibt cs tur krchs4:rzcugcndc Stoffc auch kcinc MAK-Werte. A. An.wh. ll, R.drn. F. .W h.nodt Patur.uurhrn uL. Lrnpnn4rrh,- unrrM. hei N.rhlrouchrnnncn AfrJ K/in. P...c 7M //0/f.tl, Nr. ' S. Legt man d'iese Gegebenheitcn zu- grunde, erscheinen die vorliegendcn epidemiologischen Untersuchungen keineswegs unerwanet. Besonders ist in diesem Zusammenhang die Studie von Hirayama J4) an mehr al5 91000 nichtrauchenden japanisehen Ehe- frauen im Alter von mehr als 40 1ah- ren zu nennen. Nichtraucherinnen zeigten danach eine mchr als doppelt so hohe Lungenkrebsrate. wenn sie mit einem Raucher, statt mit eincm Nichtraucher verheiratet waren. Dar- uber hinaus fand er eine statistisch si- gnifikante Relation des Lungenkrcbs- risikos der Nichtraucherinnen zur In- tensitat des Rauchen.c des Eheg•rtten. nicht abcr fur andere Krehsformcn (Magen- und Gebarmutterkrcbs). Gleichsinnigc Befund'c crhoticn auch Tricchupoulos ct al. (141 in Athcn mit cinem vollig andcrcn mcthcxli:.ncen Vi)rgchcn: Bcirn Verglcich der Rauchgcwirhnhcitcn der Ehcguttcn von 51 P•rticntinncn mit Lungenkrehs mit il,:ncn von 163 Fraucn mit anJc- rcn Krankheitcn sticg die Lunbcn- krch.rotc mit eincm Rauchcr vcncci- ratctcr Nichtrauchcrinncn im Durch- schnitt auf das 2,Sfachc und - wenn der Ehcmann mchr alx zwci Prckt.ficn Zigarcticn taglich rauchtc - x+gar auf das 3.4fachc. Zumindca cinc glcichc Tcndenz - auch wenn sic sich nicht uatizti.nc -4'- rhCrn lictt - fand Garfinkel 1.11 hci'drr nachtr:iglichcn Auswertung der Un- atrl:kgcn der PrtKIxktir.tuclic der Amcrican Cancer S<K:ictv nach Jem Muacr der Siudic von lliravama 141`. Sctzt man die ultcrshcrirhtif;tc Lun- gcnkrch.ratc nichtrauchrndrr Ehti- fraucn von Nicbtriuchcrn mit I an. rticg sie auf 1..17. wcnn vlie Nii:htrau- chcrinncn mit cincm Rauchcr vcncei- rntct wurcn, dcr mchr al. 211 Zigurct- ten t6glirh rauchtc. Die.a crcndm:iLtig ahnlichcn Brfundc von Garfinl:ei wic in der Untcr.u- chung vun Hirayama kiinnt4n hci Bc- rucksichuigung folL,cndcr Gebchenhci, 57
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. t . A • . lichen Arbeitskreis Rauchen und Ge- sundheit am 27. 1. 1982 mit, dati er unsere Forderungen gruads3tzlich - und nicht nur in diesem spezietlen Fall - fiir berechtigt hilt und sic bei seinen weiteren Diskussionen mit Prof. Schmiihl Iberiicksichtigen wird. Be- schiimend ist such, daB fiihrende Vor- standsmitglieder der Deutschen Ge- seltschaft fur Arbei:tsmedirin, zum Beispiel G. Lehnert und H. Valentin, sich als starke Raucher nitdtt scheuen. aile Prinzipien der Priventivmedizin auf den Kopf zu stellen, und' das Pas- tivrauchen nur als Beisstigung gelten lassen wollen. solange keine in jeder Hinsicht hieb- und stichfeste Beweise fur die Gewndheitsschadlichkeir vor- 6egen. Nach priiventivmedizinischen Grundsatzen hat jede Noxe, fur deren Gesundheitsschiidlichkeit ein so er- driickendes Beweismaterial vorgelegt werden kann wie fur Tabakrauch prin- sipiell, auch bei' Verdunnung von vornherein so fange als gesundheits- schadlich zu gelten, bis umgekehrrder Nachweis vorgelegt wird, daB Passiv- rauchen unschiidllch ist. Summary: Passive smoking as a coicsal factor of broncliial'canrinoma in female non-smokers In a study on 792 patients with bron- chogenic carcinoma of both sexes in tlu region MannJieim-Ludwigs- l'rafen-Keidelberg 59 female bron- cltogrnic carcinomas were found. 39 of them appeared in non-smoking female patients. 61,3% of them had lived in domestic community wirlr smokers. This is nearly the threefold' as could be expected on the basis of smoking behavior of men in the respective groups of age. Suggestions on professional exparidon to can- cerogenic substances could not be found just as Gttle as references to hereditary factors. Passive smoking is by fi+r the obvious interpretation for tllt high sliare of non-smokers in our female patients with brun- Cllogenic carcinoma the more so since the percentage of squamous cell cnd'small-cell carcinomac which are valid' as typical carcinomas of smokers, did nor l'ie essentially lower in our non-smoking wives (66.6%) in comparison to female smokers (80n/o). As a further support of this interpretation is refered' to similar raults in the world literature proving ourfindings as not Jarrprising. OI. Rosmarini 6.5 gr Alcohot.isoproDylic. 15.0 y. •• DR. ATZINGER 8 CO. KG. 8390 PASSAU .._~~;~; .: . PackungsgrtDlBen:100 ml DM 520. Z00 mt IaM 7.65 '100 g enfhaitett: Thpn1010.15 Q. $Blit.y1s81me 0.75 .a'. An..rh. /t. M..hn: F. .46muh Nu.. a.•ruurhrn al. l.un}vnA rrh.- urwr1K hn .NN*'rrrue'hfnnMrn. AMd. Ahn: t'r,r.r. 70 nrvM.rl. ,vr. : Ll'TE RATU R I attiwrtewrr. K. D._ rt dL: Cn[n, Nc.. 17(1'+77 ): .21,1. .: awMCftanw. K. D.. er aL: The rdYrence.a w*x. eu onrAc .rw wrYwK rrwqowr... J. J.+m C.n/: .n seauK d En.~ro.w. Rrlraeww~ wt- e)rlt.n. s.-1.1:11.1Y77. 3. c7rar6r,Ld. L: J. Nal: CatSf tM M( IYK 1).111N 1. J. Hirsr.rws. T.: ar*. wed. JI. I(1Ye 1), 1 M?. a. Kw% A. A.. et al.: MeJ.: KYn. 71 ( IvK )):.~: , C Mohl. H.: noth. AeneM: T6 ( 1474),:.L1t:, , 7. ScAnw/l. F: K...ew.m 17(1977). M. Se#.wJl. F.: FunieM. Med: 97 (1Y7w). IY:n. Y. ScAraw.k. F: Med: KIiw.71( IY7Y): I W.7 In. S.ir.wM. F.: QNh+wl. Dewr )S (14M2). Y7. L1'. fciw.k. F:: O(1erl. G,e.wrl6.-we. 44 ( IYK3).. r:w. I:. !a•Arr..R. F.: Dr.cA. wr>K a( 11011211.45. . I?. xlm. Mwwk-..rnl w.aialtera: w...duh wd xa.- aAvr. 1..(1Y/uq. 962. 14. Tnt1rY.Yrr.. D,. et al.: twl :. J(•awccr :7.( (YK 1). 1. t~.Vlnr<r:.N'.T.:DnBn+wM.allamnwn .wr 1t.wk- t~lY!(aki.x . •IhwIwe. S/Mtpfl 1992. Furdtc Verfasser: Prof. Dr. F. Sc•hmitll. Fnrsclilrngsstellr fiir pravenrivt Dnkn- k)gir. KlinisclYe Fokrrlriii Mannlre•im rJcr Univcrsitat Hcidvlhcrg, Moybachstrulflr I1-11~, n-M11fIM1 Mannhcim 1. C 411110 ~ tod ~.-,. • indikationen: Koptek=eme exogener Genese. sebonboisthe KoPft+auterkrankungen. Foelwliliden. fuAilch3chort -., ; ~ . _ < <~ • ._ ~ Kontraindikationen: Bei Sctlwangeren. SAugt'mgen und Kte1n= •-~ ;=f• kindem Lanyzeitbehandlung venneiden, ebenfafas bei vor-_ peschadigter Niere. ~/)

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